ich zitiere zunächst:
Was wäre, wenn es im Schulalltag ganz normal wäre, wenn
Paul mit Lara geht,
Sven Jan vor dem Eingang zur Schule noch einen Kuss gibt,
der Englischlehrer verheiratet ist und drei Kinder hat,
die Geschichtslehrerin ihre Freundin mit zum Schulfest bringt?
das ist der Ansatzpunkt einer Kampagne schule der vielfalt, der neu in nrw aufgelegt wurde.
wir erfahren weiterhin, dass
schwul [stattdessen] ein Schimpfwort [ist], und Lesben vor allem unter sexuellen Aspekten wahrgenommen [werden]. Insgesamt gibt es ein Klima an den meisten Schulen, das von Unwissen, Ängsten, Vorurteilen und feindlichen Haltungen gegenüber Homosexualität geprägt ist. Das meint der Ausdruck Homophobie.
Die Initiative Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt, setzt sich mit einer Kampagne dafür ein, dass an Schulen in NRW mehr gegen Homophobie und mehr für die Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensweisen getan wird.
Im Schulprojekt können sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer für ihre Schule der Vielfalt einsetzen.
immerhin ein erster richtiger und wichtiger ansatz.
aber eine frage sollte zu stellen erlaubt sein: es ist schon eine interessante gesellschaftliche formation, in der wir leben, die zuerst in zwei gruppen von menschen unterscheidet (hier: die heteros und die homos), es dann schafft, dass die homos die sind, die schlecht von den heteros behandelt werden und dann müssen die homos auch noch dafür sorgen, dass sie von den heteros integriert werden. irgendwas stimmt da doch nicht – oder?
(ja, diese argumentation ist holzschnittartig und es gibt tolle heteros, blödes homos und nicht alle homos werden diskrimiert. darum gehts aber auch nicht).