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gestern hab ich zum ersten mal in meinem leben eine strickmühle (nennt man das so?) bedient und 200g wolle gemahlen verkurbelt. das café präsentiert sich ja auf der „modell-hobby-spiel“ in leipzig und dafür bereiten wir einige – zum teil noch sehr mysteriöse – dinge vor. aber auch andere dinge sind gestern im café passiert:

csilla produziert, seit sie in ein spinnrad hat, unglaublich schöne wolle und aus dieser wolle unglaublich schöne dinge. gestern hat sie mir einfach so einen strang geschenkt – der heißt chagall, ist 100% merino und wird wohl zu stulpen verarbeitet werden. und so sieht das schöne stück aus:

ich bin sehr sehr gespannt – für einen schal ist es nicht weich genug, denn eigentlich wäre es von der dicke und den farben optimal. aber stulpen sind auch super, ich hab mir lange keine mehr gemacht.

außerdem stricke ich gerade an einem nächsten patchesprojekt, dieses mal aus verschiedenen wollmeiseresten. ich bin beim anfangen ein bisschen sentimental geworden, weil der erste strang wollmeise „damals“ auch überhaupt meine erste berührung mit handgefärbter wolle und mit ganz anderen möglichkeiten des strickens war. inzwischen habe ich keine möglichkeit mehr, diese wolle zu kaufen: ich kann nicht den ganzen freitag vor der kiste sitzen und warten. und ich kann auch verstehen, dass es nicht anders geht – mehr als arbeiten kann niemand. aber ich hatte ob dieses anlasses einen kurzen aber netten emailaustausch mit der wollmeise.
die socken sind allemal ein sehr verspätetes geburtstagsgeschenk für einen meiner engsten freunde, der steht vor allem auf grün. ich werde dieses mal nur den schaft patchen, der rest des sockens wird dann glatt rechts, dann auch hauptsächlich grün, mit ein paar farbigen streifen.

ich hab mich gefreut, von frau wollmeise auf meine mail eine antwort bekommen zu haben. das kann ich von einem großen wollverarbeitenden unternehmen, das knoten in die wolle zaubert, nicht berichten. ich hab schon zweimal eine mail hingeschickt und das malheur berichtet – und bisher gar keine reaktion erhalten. einmal waren es sogar zwei knoten in einem knäul mit doppelter rapportveränderung und die wolle war teuer. ärgerlich – wenigstens eine mail in der art „das tut uns leid, wir schauen, dass es nicht wieder vorkommt“ sollte drin liegen. wahrscheinlich steckt dahinter mein zutiefst kindliches bedürfnis, ernst genommen zu werden 🙂

letztlich habe ich als „unterwegs-strick-paar“ (also doc-socking (danke lisabeth und zugsocking und überhaupt-socking) voller wilder hoffnung einen strang aus der dornröschen-spinnerei angefangen. der heißt „wilder hofnarr“. ich suche ja immer wolle, die wildert, weil: bei mir wildert wolle nie. sie wird brav, macht muster, reihen, ringel. vermutlich liegt das daran, dass ich aus einer offiziersfamilie komme und immer alle strammstehen, wenn ich komme *g*
allemal, auch der wilde hofnarr wildert kein kleinstes bisschen sondern ringelt brav, dennoch sieht er wunderhübsch aus, ein solches rot habe ich lange nicht mehr gesehen.

eine bekannte meinte gestern, sie assoziiere mit diesen farben handwerk, mir fällt eher weihnachten ein, auch herbst, wärme oder bestimmte arten von licht. auf jeden fall gefallen sie mir …

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One Comment

  1. Hallo Klemens,
    Deine Patchwork-Socken sehen interessant aus. Bin schon gespannt bis sie fertig sind. Das mit der Wilderei liegt ganz allein an der Maschenzahl. Ich habe von Drachenwolle die Regenbogen….wolle verstrickt und bei mir hat sie gewildert, wo ich doch so gerne Streifen gehabt hätte.
    Liebe Grüße aus dem Süden
    Susanne


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