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Monthly Archives: November 2008

morgen ist weltaidstag. ich habe zwar gewisse schwierigkeiten damit, dass man gedenken, aktivitäten und dergleichen auf einen tag konzentriert, andererseits ist es eine gute möglichkeit, in gewisser weise eine form von öffentlichkeit herzustellen.
mein persönlicher bezug zu HIV und aids ist sehr vielfältig, ich war 10 jahre alt, als das thema zum ersten mal richtig bekannt wurde und es hat mich in meinem leben in sehr unterschiedlichen facetten begleitet und ist immer wieder präsent. mir ist es wichtig, dass die thematik nicht von der öffentlichen bildfläche verschwindet und die aufklärung über safer sex genauso intensiviert wird wie die über die oft schwierige lebensrealität der menschen, die mit HIV oder aids leben.
ich habe mich daher entschieden, auf folgende aktionen bzw. institutionen hinzuweisen, indem ich einen link dazu setze:

erstens einen zu einer präventionskampagne, die sich an männer richtet, die sex mit männern haben

zweitens einen zu einem hospiz für menschen, die aids im endstadium haben und dort würdevoll sterben können. ich kenne dieses hospiz selber und möchte es genau deshalb vorstellen.

drittens einen zu einer aktion von frau handgefaerbt, die ich gut finde.

die auswahl habe ich unter vollkommen subjektiven gesichtspunkten getroffen, andere menschen mit anderen biographien hätten vielleicht andere schwerpunkte gelegt.

eine online-spende an die deutsche aidshilfe kann man übrigens hier tätigen.

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es sind mojos! fertig geworden sind sie freitag morgen um halb sechs. und sie sind richtig schön weich, bunt und eben genau so, wie mojos eben sein sollen. gestrickt aus merino extrafein von frau handgefaerbt, den strang hatte ich hier schon mal gezeigt.
ich habe sie in größe 39 gestrickt, mit harmonischen 2,5er nadeln und sie bringen stolze 104g auf die waage. ihr neues zuhause ist erstmal die weihnachtskiste.

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dass sie passen, hat elke schon verifiziert:

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es war nur ein bisschen schwierig, sie davon zu überzeugen, den mojo auch wieder auszuziehen 🙂

und das nächste paar ist in arbeit.

mojo socken gefährlich – kommen sie aus dem all?

in handarbeitskreisen finden sie zunehmend verbreitung: die als „mojos“ bezeichneten strickstrümpfe. dabei handelt es sich zwei ungleiche socken, die nach einer speziellen anleitung gefertigt werden. diese anleitung ist hier in leipzig nur wenig eingeweihten bekannt. eine davon ist andrea wolle (name geändert aber der redaktion bekannt), die zu keiner stellungnahme bereit war. sie ist unablässig damit beschäftigt, neue unschuldige mit dem mojovirus zu infizieren.

urlaub33

gestern wurden unserer redaktion bilder zugespielt, die schlimmes ahnen lassen. eine weitere, offensichtlich bereits von den folgen der herstellung der mojos (in den worten der anhänger auch „mojoisieren“ genannt – es soll mindestens drei stunden am tag ausgeübt werden, damit es eine entspannende wirkung zeige) partiell veränderte person ist darauf zu sehen.

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wissenschaftliche hypothesen zufolge ist in das muster der mojos ein impliziter code integriert, mit dem eine extraterrestrische spezies gewalt über bestimmte hirnregionen des menschen erringen will. bei jedem stricken verfestigt sich dieser code, gleichzeitig dient er den aliens als informationskanal. bewiesen sind diese hypothesen allerdings noch nicht.

was wir aber mit sicherheit sagen können: die hohepriesterin der mojos, wie wolle unter der hand inzwischen genannt wird, ist eine höchst mysteriöse gestalt. und sie scheint über die fähigkeit zu verfügen, andere zu ihren abhängigen jüngern zu machen. von öffentlichen stellen waren bisher keine stellungnahmen zu erhalten. wir bleiben für sie auf dem laufenden!

die letzten meter meines weges zur arbeit führen durch den so genannten lindenhof. und der sah gestern traumhaft schön aus, nämlich so:

lindenhof

eigentlich wollte ich gestern aus der letzten knitbox von kirsten neue mojos anfangen aber dann kam diese taufrische schönheit von ihr ins spiel:

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also zeige ich die knitbox bald ein andermal, weil ich die mojos jetzt aus diesem strang mache. während des wickelns habe ich dann die internetversion von bauer sucht frau angeschaut (bzw. die stücke, die nach dem beständigen vorspulen davon übrig blieben), weil ich wickeln immer so langweilig finde. mein neuer lieblings-o-ton aus der sendung: „carolin gibt gas und presst einen heuballen nach dem anderen“. na, die arme.

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angestrickt ist der erste mojo auch schon, aber ich war dann zu müde, um bilder zu machen.

ebenfalls gestern haben mich in halle ganz offensichtlich aufmerksame zeitungsleser_innen in der tram wiedererkannt und ich fühlte mich gelegentlich beobachtet. es hat eben alles zwei seiten: so witzig diese mediensache ist und so gut sie dem café sicherlich tut, so seltsam ist es für mich, wenn die leute über mich reden oder eben starren. ich meine, das machen sie sowieso, wenn ich in der s-bahn stricke. aber dann weiß ich wenigstens, warum. aber diese form der durch den zeitungsartikel (den ich selber sehr gut finde) hervorgerufene aufmerksamkeit, wird sicherlich schnell wieder abebben. denn eine neue zeitung gibt es ja jeden tag.

…bin ich hier und hier (mehr bilder)

freitags im café:

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sonntag abend auf dem schreibtisch:

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es handelt sich um die von mir sehr geschätzte „dicke vierfädige“ von christiane drachenwolle. die wolle gibt es aber leider nicht mehr. die socken wiederum wandern in die weihnachtskiste. sie haben herzchenferse und bogen, wiegen 92 gr., wurden von mir mit harmonischen 3,0er nadeln gestrickt und passen an füße mit größe 43/44. und sie sind so schön rot 🙂