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heute fiel mir eher zufällig ein filmchen in die hände, das ich unter mindestens zwei aspekten spannend finde. thematisiert wird, in wie weit das coming-out und das (selbst)erleben von schwulen männern (die lesbischen frauen sind – wie so oft – ziemlich unterrepräsentiert) sich in den sphären von öffentlich bekannten personen und den menschen wie „du und ich“ unterscheidet. damit kommt ein phänomen zur sprache, das schon seit einigen jahren zu beobachten ist: es gibt eine mediale präsenz von schwulen und lesben, sie kommen im fernsehen und in anderen medien durchaus vor. die einstellung in der gesamtbevölkerung gegenüber personen, die partner des gleichen geschlechts bevorzugen, sind durch diese mediale präsenz aber nicht positiver geworden, wie der bielefelder soziologe wilhelm heitmeyer zum beispiel hier gezeigt hat.

im film werden für mich zwei dinge deutlich: zum einen zeigt sich, dass der protagonist heteronormative muster, die die gesellschaftliche ordnung nach wie vor bestimmen, qua sozialisation verinnerlicht hat. mit der wahrnehmung, nicht so zu sein, wie die anderen (in diesem fall heterosexuell), gehen oft komplizierte innerpsychische prozesse einher, deren bewältigung für den einzelnen schwierig sein können.
zum anderen wird an einer stelle des films die idee formuliert, dass man „schwule erkennen könne“. diese idee – die ebenfalls auf heteronormative muster zurückgeführt werden kann – ist sehr verbreitet und speist sich aus der annahme, dass schwule (und lesben) eben doch anders sind als heterosexuelle und dass dieses anderssein erkennbar sein muss. aus meiner perspektive handelt es sich dabei nur um ein bestätigen-wollen von stereotypen, die aber jeglicher grundlage entbehren.

und hier das filmchen:

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